Sommerferien Kremik - Dubrovnik - Kremik

Die Sommerferien sind angebrochen und wir bereiten uns auf den Abstecher gen Süden bis nach Dubrovnik vor. Bevor wir allerdings die Leinen los schmeissen können ist noch eine Garantiearbeit der Werft zu erledigen. Die Rumpffenster werden alle ausgetauscht!

Hierfür kommen zwei Monteure die die Arbeit in 2 Tagen erledigen. Jetzt sind aus den eingeklebten Fenstern geklebte und geschraubte geworden!! Im Hanse Forum hatte ein Eigner berichtet das ihm unterwegs während des Segelns vorne in der Eignerkabine ein Fenster rausgefallen ist und er 2t Wasser aufgenommen hat. Das kann uns jetzt nicht mehr passieren.

Die Arbeit wurde von Südostyachting (Händler von Hanse) sehr professionell durch- geführt. Vielen Dank an dieser Stelle.

So, dann sind wir am Freitag endlich losgesegelt. Wir konnten bei halben Wind die Insel Vis anliegen. Bei 5 - 6Bf. wurde es wieder mal eine schnelle Reise und nach 5 Stunden waren wir in der Bucht Viska auf Vis. Wir haben dann unser Dingi zum Einsatz gebracht und sind in den Hafen gefahren um an der Hafenpromenade zu Abend zu essen. Wir hatten ein Restaurant direkt am Hafen und konnten dort sehr gut Pizza essen.

Heute sollte es weiter zur Insel Korcula gehen. Der Wind war uns anfangs nicht gelegen so dass wir unter Motor die ersten 2 Stunden gefahren sind. Dann konnten wir die Segel setzen und sind auf Korcula in der Bucht Gubesa vor Anker gegangen. Die Bucht liegt an der Ostseite der Insel, ist mit 3 - 5m relativ flach und wird durch eine kleine Insel zusätzlich von SO-licher See geschützt. Heute sind wir an Bord geblieben und faulenzten. Gegen abend kam noch ein Dingieinsatz, da ein Dingi mit 3 Jugendlichen Schwierigkeiten hatten. Es hat doch Vorteile, wenn man ein Dingi mit Kunststoffrumpf und 10PS Aussenborder hat!

Nach einer doch etwas unruhigeren Nacht (Wind und Welle) sind wir heute gegen Mittag Richtung Lastovo aufgebrochen. Hier hat es uns die kleine Bucht Zaklopatica angetan. Wir haben einen schönen Segeltag mit halbwind bis max. 10kn Wind. Inola ist begeistert! Angekommen legen wir uns an den Stadtpier, römisch katholisch natürlich.

Heute abend essen wir in einem der Restaturants direkt am Hafen mit eigenem Steg. Wir bekommen das beste Essen, bisher in Kroatien, serviert. Das Restaurant bekommt den Merker. Das wird nicht das letzte Mal sein das wir hier gegessen haben.

 

Bucht Richtung Hafen
Bucht Richtung Hafen

Am nächsten Tag wollen wir nach Mljet segeln. Doch auch hier muss erst wieder die eiserne Fock für Vortrieb sorgen. Aber nach 1,5Std. kommt Wind auf und wir haben einen Anlieger auf die Insel, die wir NO-lich runden. Dann steuern wir die Bucht Polace an und suchen uns eine Mooringboje zum festmachen. In der Bucht sind einige Bojen frei. Später erst sehen wir, dass es eine Boje einer Kornoba ist und wir gehen dann abends in der entsprechenden Kornoba auch essen. Sind allerdings nicht sonderlich erbaut vom Essen. Die Bucht ist allerdings so schön, dass wir hier noch einen Tag bleiben und auch Inolas 9. Geburtstag feiern. Wir machen einen Ausflug in den Nationalpark und besuchen auch die Klosterinsel .... . Baden, Dingi fahren und den Sonnenuntergang geniessen gehört zu unserem heutigen Pensum.

 

Bucht Richtung Sonnenuntergang
Bucht Richtung Sonnenuntergang

Nach einem Ruhetag geht es heute weiter Richtung Dubrovnik. Wir wollen bis zur NO-Spitze von Mljet. Hier wartet wieder die sehr schöne Bucht Okuklje mit einer netten Kornoba auf uns. Anlegen an der Mooring geht, wie immer, ohne Probleme. Am Abend geniessen wir das Essen und gönnen uns noch einige Zeit im Cockpit...

Am nächsten Morgen schlafen wir aus, gönnen uns ein Frühstück im Cockpit und laufen am späten Vormittag aus. Heute wollen wir nur um die Ostspitze der Insel und laufen in die Bucht Saplunara wieder ein. Ausgiebiges Schwimmen, Tauchen und Dingifahren lösen sich ab und am Abend sind wir glücklich und zufrieden. Das Abendessen an Bord beschliesst den Tag.

Sonnenuntergang auf Kolocep
Sonnenuntergang auf Kolocep

Heute wollen wir die Insel Lopud anlaufen. An der SO-Seite der Insel ist eine Sandbucht. Als wir gegen Mittag in die Bucht laufen ist sie schon sehr gut gefüllt und wir müssen uns einen vernünftigen Ankerplatz sehr gut auswählen. Glücklicherweise habe wir 60m Ankerkette, so das wir auch im tieferen Wasser Ankern können. Wir nutzen die Gelegenheit des Strandes und verbringen den Nachmittag am Strand, sehr zur Freude unserer Tochter!

Da wir Morgen noch nicht in die Marina von Dubrovnik laufen können suchen wir uns auf der gegenüberliegenden Insel Kolocep an der NW-Seite einen Ankerplatz und gehen hier Abends schön Essen und geniessen den Sonnenuntergang.

Am nächsten Tag laufen wir das kurze Stück zur Marina Dubrovnik unter Motor und sind am späten Vormittag vor der Marina. Trotz Reservierung geht es hier ziemlich bunt zu! Wir warten eine halbe Stunde bis die Boote von drinnen raus sind und die zwei vor uns wartenden Schiffe in die Marina eingelaufen sind. Hier herrscht Einbahnstraßenregelung. Wir bekommen einen Platz neben einer X 50 (Italiener) und genießen das Hafenkino. Diese Marina ist sehr schön, da sie einen Swimmingpool, Einkaufsmöglichkeiten und Serviceangebote hat. Gegen Nachmittag nehmen wir den Bus und besichtige die Altstadt. Eine tolle Altstadt mit Stadtmauer und allem was man sich so vorstellt. Nach einer ausführlichen Sightseeing Tour geniessen wir ein Abendessen und fahren dann mit dem Bus wieder in die Marina. Was für eine schöne Zeit!

 

So, das war unser südlichster Punkt dieser Reise und wir machen uns ab heute wieder heimwärts. Wir proviantieren uns noch auf für den Rückweg und gehen Mittags aus der Marina. Wir wollen wieder rüber nach Mljet und der Wind meint es heute gut mit uns und wir können nach verlassen des Flusses unsere Segel setzen und segeln zwischen den Insel hoch bis nach Olipa. Dort gehen wir dann in den Mljetski Kanal und müssen jetzt noch kreuzen, da der Wind mal wieder von vorne kommt. Gegen Abend, kurz vor Sonnenuntergang sind wir dann wieder in Polace und lassen den Anker tief in der Bucht fallen. Ein schöner Segeltag wird mit einem Bordessen beschlossen.

Der neue Tag bringt auch nicht viel Wind aber wir können weiter segeln Richtung Korcula. An der O-Seite gehen wir in de Bucht Bili Zal vor Anker, schwimmen und warten ab, wie sich der Wind am Nachmittag entwickelt. Wir haben Glück und er nimmt wieder zu. Wir entschließen uns wieder nach Lastovo zu segeln um wieder in der Kornoba zu essen. Ein Anruf sichert uns diesmal einen Liegeplatz vor der Kornoba. Die Überfahrt wir allerdings wieder eine Kreuz(!) und wir laufen mit den letzten Sonnenstrahlen in der Bucht Zaklopatica unter Motor ein. Beim Rückwärts einfahren in den Liegeplatz nehmen wir vorschriftsmäßig unsere Mooring auf und ich stoppe etwa 1,5m vor dem Kai. Allerdings ist irgendetwas seltsam. Aber erst unterstütze ich mit dem Bugstrahlruder Doreen, da der Wind uns ein wenig seitlich drückt. Und da passiert das unvermeidliche, die Mooring gerät in das Bugstrahlruder. Ich gehe nach vorne und hole die Leine von Hand durch und belege sie. Jetzt zurück zum Heck und dann sehe ich unser zweites Problem. Das Ruder hat sich in den Grund geschoben, da an dieser Stelle der Kai nicht senkrecht abfällt, sondern noch Schuttreste von einem Hausabriss im Wasser sind!! Als 2m weiter vor und hoffen das das Ruder nichts abbekommen hat. Das ist glücklicherweise nicht der Fall wie sich bei einer späteren Analyse herausstellt! Bevor wir allerdings vorfahren können, muss die Mooring aus dem Bugstrahler. Hier hilft der Restaurantbesitzer und geht mit Taucherbrille und Messer ins Wasser und schneidet uns wieder los. Wow!

Als Passarelle dient an diesem Abend das Dingi des Wirts damit wir an den Kai kommen. Glücklicherweise kommen wir dann doch noch zu unserem wohlverdienten Abendessen und es schmeckt wieder ganz vorzüglich.

Überfahrt Korcula - Lastovo
Überfahrt Korcula - Lastovo
Überfahrt Lastovo - Hvar
Überfahrt Lastovo - Hvar

Auf unserem Weg zurück wollen wir heute Hvar anlaufen. Durch einen schönen O-Wind können wir auf halben Wege zwischen Lastovo und Korcula den Gennaker setzen und der beschert uns eine schnelle Reise bis etwa 5 Sm vor dem Ort Hvar uns der Wind verlässt und wir das letzte Stück wieder unter Motor machen. Nachdem der Hafen förmlich überquilt suchen wir uns auf der vorgelagerten Insel eine ruhige Bucht Namens Malo Zdrilo. Hier liegen wir mit zwei weiteren Yachten und ich mache mich mit einer Heckleine an der Insel fest. Wir machen unser Dingi einsatzklar und fahren mit dem Dingi in die Stadt Hvar. Hier essen wir in einer Pizza und sind anschließend froh als wir der Stadt den Rücken kehren können und wieder an Bord sind. Die Nacht wird unruhig, da neben uns auf der Motoryacht (30m) mehrere Russen am späten Abend lauthals baden müssen und in der Nacht dröhnt es von einer Discothek übers Wasser (hurra)!!

Am nächsten Morgen segeln wir dann auch nach dem Frühstück los um Richtung Brac zu kommen. Kurz hinter der Insel Hvar verlässt uns der Wind und wir motoren weiter nach Milna auf Brac um dort zu tanken. Danach fahren wir weiter in die Bucht Bobovisce. Hier legen wir uns in ein kleinen Arm direkt vor der Bucht. Wir können den Nachmittag geniessen und fahren gegen Abend mit dem Dingi in den Ort und Essen dort sehr gut zu Abend.

 

Sonnenuntergang in der Bucht vor Bobovisce (Brac)
Sonnenuntergang in der Bucht vor Bobovisce (Brac)

So, heute geht es weiter Richtung Marina Kremik, allerdings lässt uns der Wind mal wieder im Stich und es geht ständig hin und her. Motor an, Segel raus, Segel rein etc. . Zwischendurch gehen wir dann noch baden als der Wind ganz aufgibt (oder wir!).

Abends sind wir dann auf der Insel Drvenik in der Stadt Belovisce gehen wir längsseits an den Kai, da heute Freitag ist und alle Charterschiffe e`übergeben werden. 

Auch am letzten Tag will der Wind nicht mehr und wir motoren das Stück rüber zur Marina. Unterwegs können wir unsere Segel schon einpacken und das Schiff langsam auf unser Verlassen vorbereiten. Gegen Mittag sind wir dann in der Marina Kremik und können am Nachmittag in aller Ruhe anfangen unser Schiff aufzuräumen und sauber zu machen.

- Es war ein sehr schöner Sommerurlaub -

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